Dienstag, 25. Oktober 2011

Hochwasser in Thailand aktuell, Stand 25.10.2011

Zum Hochwasser in Thailand aktuell hat das Auswärtige Amt hat am 25. Oktober seine aktuellen Hinweise zur Lage in den Hochwassergebieten erneut überarbeitet und schreibt wörtlich:


„Die Monate September und Oktober sind in Thailand die Hauptregenzeit. Aufgrund der besonders starken Regenfälle in diesem Jahr sind verschiedene Landesteile ueberschwemmt.

Am meisten betroffen sind die Gebiete in Zentralthailand. Die Sehenswürdigkeiten in Ayutthaya sind derzeit gesperrt. Die Haupttouristengebiete im Süden des Landes wie Phuket, Pattaya, Koh Samui und Hua Hin sind derzeit kaum in Mitleidenschaft gezogen.

Auf dem internationalen Flughafen Suvarnabhumi Airport herrscht im Moment noch normaler Flugbetrieb.

In der Umgebung des für Inlandsflüge genutzten Stadtflughafens Don Mueang kam es bereits zu Überflutungen. Der Flugverkehr wurde überwiegend eingestellt oder auf den internationalen Flughafen Suvarnabhumi Airport umgeleitet.

Der Straßen- und Schienenverkehr insbesondere in den Norden des Landes unterliegt erheblichen Einschränkungen.

Seit Mitte Oktober bedrohen die Fluten auch Bangkok. Randgebiete sind bereits überschwemmt. Für den Innenstadtbereich sind nach Informationen der thailändischen Behörden Überschwemmungen (ggf. mit Einschränkungen in der Strom- und Wasserversorgung sowie des Transportwesens) nicht auszuschließen. Eine konkrete Vorhersage ist aufgrund der Situation nicht möglich.

Aufgrund großer Vorratshaltung und eingeschränkter Nachschubwege kann es zu Versorgungsengpässen bei Wasser und Grundnahrungsmitteln in Supermärkten kommen. Die großen Hotels der Stadt sind von den Engpässen nicht betroffen.

Premierministerin Yingluck Shinawatra hat am 21.10.2011 die Katastrophenschutzverordnung in Kraft gesetzt, die der Premierministerin weitreichende Rechte bei der Umsetzung des Katastrophenschutzplanes einraeumt. Die Regierung hat fuer die vom Hochwasser betroffenen Gebiete einschließlich Bangkok für den Zeitraum vom 27.10 bis 31.10.2011 öffentliche Feiertage verkündet.“

Hochwasser in Thailand

In weiten Teilen Nord- und Zentralthailands hat die Niederschlagstätigkeit aufgrund des bevorstehenden Endes der Monsunregenzeit deutlich abgenommen. Dennoch bleibt die Lage in den Hochwassergebieten des Landes kritisch.

Hochwasser in Bangkok nur im Norden

Dies gilt in besonderem Maße für den Norden Bangkoks, das so groß wie das Saarland ist. Die Behörden haben vergangene Woche mehrere Schleusen im Norden der Stadt geöffnet, um das nördlich der Metropole angestaute Hochwasser über ein verzweigtes Kanalsystem kontrolliert an der Innenstadt vorbei Richtung Meer abfließen zu lassen. Diese Maßnahme hat zu einer deutlichen Verschlechterung der Situation im alten nördlichen Bangkok geführt. Am 25. Oktober abends musste der in einem Außenbezirk gelegene Don-Mueang-Flughafen, der von mehreren kleineren Airlines bedient wird, seinen Betrieb einstellen.

Obwohl die Pegelstände des Chao Phraya in den letzten Tagen weiter angestiegen sind, ist die Innenstadt von Bangkok nach wie vor nicht von den Überschwemmungen betroffen.

Alle Besichtigungen im Stadtzentrum einschließlich der Bootstouren auf dem Thonbori Klong waren auch am heutigen 25. Oktober regulär möglich.

Ddie direkt am Ufer des Chao Phraya gelegenen Hotels arbeiten ohne Einschränkungen.

Ebenso funktioniert der Suvarnabhumi-Flughafen, über den alle internationalen Fluege und auch die meisten Inlandsflüge abgewickelt werden, regulär.

Die Verbindungsstraße zwischen internationalem Flughafen und dem Stadtzentrum ist uneingeschränkt für den Verkehr geöffnet.


In den letzten Tagen traten in den Supermärkten der Hauptstadt wiederholt Engpässe bei Lebensmitteln und abgefülltem Trinkwasser auf. In den Hotels und Restaurants der Stadt ist jedoch eine reguläre Versorgung der Gäste sichergestellt.

Hochwasser in Ayutthaya
Kritisch bleibt die Lage in der vom Hochwasser besonders stark betroffenen Stadt Ayutthaya. Teile der Innenstadt und des Tempelareals sind nach wie vor überflutet. Die Stadt kann nach wie vor nicht auf dem Landweg erreicht werden. Das Tempelareal bleibt nach jüngsten Prognosen bis mindestens Anfang November für Besichtigungen gesperrt.

Auch die Zugverbindungen in den Norden und die an Ayutthaya vorbeiführende Hauptverbindungsstraße zwischen Bangkok und Chiang Mai sind weiterhin unterbrochen. Über alternative Routen besteht jedoch eine Straßenverbindung zwischen dem Großraum Bangkok und dem Norden.

Chiang Mai und Phuket

Im gesamten Norden einschließlich der Region um Chiang Mai sowie in der Region um Phuket im Süden ist die Situation weiterhin entspannt. Alle Ausflüge und Besichtigungen können hier ohne Einschränkungen durchgeführt werden.